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September 2012

Ein paar Bilder

Ich bin jetzt endlich dazu gekommen, mal ein paar Bilder hochzuladen. Leider ist meine Internetverbindung hier sehr langsam, deshalb erstmal nur 4 Bilder, um einen Eindruck von Swedru und meiner Nachbarschaft zu bekommen. Die nächsten Tage werde ich noch weitere Bilder von meiner Schule und den Schülern hochladen.

 

Meine ersten Tage in Ghana

Nachdem ich die ersten Tage leider keine Zeit hatte, schreibe ich jetzt endlich den ersten Blogeintrag aus Ghana.

Die ersten Tage haben wir, alle Freiwillen von ijgd in Ghana, in Accra in einem sehr schönen Haus von ARA, der Partnerorganisation von ijgd in Ghana, direkt am Meer verbracht. Dort fand das Orientierungsseminar statt. Der Strand ist wunderschön, kaum Müll und gar keine Touristen, nur ein paar Fischer. Auch das Wetter war anfangs sehr angenehm und nicht zu heiß.

Am Montag haben wir dann mit einem Trotro eine kleine Stadtrundfahrt durch Accra gemacht. Trotros sind Kleinbusse mit ca. 15 Sitzen, auf denen aber mindestens 20 Leute sitzen. Sie sind das billigste Verkehrsmittel in Ghana und meist sehr alt und marode, aber das fahren in ihnen macht trotzdem extrem viel Spaß. Auf den Straßen sind außerdem überall Händler unterwegs, die durch die Trotrofenster ihre Waren verkaufen. Wenn man im Stau steht, kann man also einfach ein bisschen einkaufen, während man darauf wartet, dass es weitergeht.

Mittwochnachmittag bin ich dann in Swedru bei meiner Gastfamilie angekommen. Sie leben etwas abseits vom Zentrum, aber die Umgebung ist sehr schön und mit einem shared taxi, eine Art Sameltaxi das etwa 20 Cent kostet, ist man in 5 min im Zentrum.

Ich habe zwei Gastbrüder, Raymond und Pa, die 13 und 22 jahre alt sind und eine Schwester, die 28 Jahre alt ist und bereits selbst 2 Kinder hat: eine dreijährige Tochter und einen 8 Monate alten Sohn. Mit dem älteren Bruder bin ich am Freitag in die Stadt gefahren, um für „old boy“, meinen Gastvater, Geschenke zu kaufen, da er am Samstag Geburtstag hatte. Auf dem Markt haben wir dann außerdem ein Huhn für das Geburtstagsessen gekauft. Nachdem mein Gastbruder eines ausgesucht hatte, hat der Verkäufer es einfach aus dem Käfig geholt, an den Füßen zusammengebunden und in eine Tüte gesteckt. Geschlachtet hat es meine Gastmutter dann früh am nächsten morgen, als ich noch geschlafen habe. Das Essen war aber trotzdem sehr lecker, auch wenn es ein etwas seltsames Gefühl ist, wenn man das Tier noch lebend gesehen hat 😉

Ab Montag werde ich richtig anfangen in meinem Projekt zu arbeiten, davon werde ich dann in den nächsten Tagen berichten.

Schöne Grüße aus Ghana!